© 2019 Dr. Christian Giessauf

RÖNTGEN-GESTEUERTE SCHMERZTHERAPIE

Die Röntgen-gesteuerte Schmerztherapie ist ein modernes, sicheres und schonendes Verfahren, das eine gezielte Schmerzbehandlung bei Rückenschmerzen erlaubt: Dabei wird unter Röntgen-Kontrolle die zu behandelnde Stelle aufgesucht und punktiert, um den schmerzstillenden Wirkstoff (z.B. Cortison, Lokalanästhetikum) punktgenau am Ort der Schmerzentstehung bzw. am irritierten Nerven zu verabreichen. So ist nur eine geringe Menge an Wirkstoff erforderlich. Im Vergleich zur CT – gesteuerten Punktion ist die Strahlenbelastung bei der Röntgen – gesteuerten Infiltration deutlich reduziert.

Wann wird das Verfahren eingesetzt?
Die Indikation zur Röntgen-gestützten Punktion und die Auswahl des geeigneten Verfahrens wird nach eingehender Untersuchung und genauer Beurteilung der Röntgenaufnahmen sowie ggf. MRT-Bilder gestellt.

Typischerweise erfolgt die Punktion als:

  • periradikuläre Infiltration PRT („um die Nervenwurzel herum“, Wurzelblockade)

  • epidurale Infiltration: in den Nervenscheidenraum

  • intraartikuläre Infiltration: in den Gelenkraum ( z.B. Facettengelenksinfiltration, Infiltration der ISG-Gelenke)

  • Facettengelenksdenervierung: Dabei wird mit einer dünnen Sonden Hitze an die Facetten und deren Nervengeflecht geleitet, was zu einer Koagulationsnekrose und somit zu langfristiger Schmerzstillung führt.

Wie läuft die Röntgen-gesteuerte Schmerztherapie ab?
Den Eingriff führe ich im Rahmen eines ambulanten oder stationären Aufenthaltes im Sanatorium durch. Dieser kann begleitet sein von einer Infusionstherapie und physikalischen Anwendungen.Vor der Intervention führe ich mit Ihnen ein ausführliches Beratungsgespräch über den Eingriff, das jeweilige Vorgehen, die möglichen Risiken und Nebenwirkungen sowie das Verhalten nach dem Eingriff. Nach bequemer Lagerung auf dem Untersuchungstisch erfolgt – nach Hautdesinfektion, sterilem Abdecken und ggf. örtlicher Betäubung – unter Röntgen -Kontrolle die millimetergenaue Platzierung einer speziellen dünnen Hohlnadel, über welche die schmerzstillende Substanz appliziert wird. Der Eingriff selbst dauert nur wenige Minuten, im Anschluss an die Behandlung findet eine kurze Ruhephase statt. In Einzelfällen (epidurale Infiltration) kann eine Markierung des Epiuralraumes mit einer geringen Menge an jodhaltigem Kontrastmittel erforderlich sein.