© 2019 Dr. Christian Giessauf

ARTHROSETHERAPIE

Der Begriff Arthrose bezeichnet einen „Gelenkverschleiß“, der das altersübliche Maß übersteigt. Als Ursache werden ein Übermaß an Belastung (etwa erhöhtes Körpergewicht), angeborene Fehlstellungen (z.B. Hüftdysplasie), die Folgen einer Gelenkverletzung oder knöcherne Deformierung bedingt durch Achsfehlstellungen gesehen. Weiters spielen noch Stoffwechselerkrankungen oder Erkrankung des rheumatischen Formenkreises in der Arthroseentstehung eine Rolle.

Es können alle Gelenke von Arthrose betroffen sein.
Eine Arthrose kann symptomlos verlaufen. Typisch sind Anlauf- und belastungsabhängiger Schmerz. Als weitere typische Symptome gelten ein Gelenkerguss (aktivierte Arthrose), zunehmende Deformierung des Gelenks und Gelenkgeräusche durch zunehmende Unebenheiten der Knorpeloberfläche bei Bewegung. Grundsätzlich verfolgt die Therapie der Arthrose zwei Ziele, nämlich Schmerzfreiheit unter üblicher Belastung und die Verhinderung von Bewegungseinschränkungen oder Deformierung eines Gelenkes.

Nach genauer Analyse der Gründe der Arthroseentstehung erfolgt eine spezifische Therpie:

  • Verminderung von Belastungen, die zur vermehrten Bildung von Schmerzmediatoren führen.

  • Funktionsverbesserung bzw. -erhalt durch Krankengymnastik

  • Lokale und/oder systemische Schmerzreduktion und Entzündungshemmung durch entzündungshemmende Medikamente (NSAR-Therapie) oder Infiltration des Gelenkes mit Glucocorticoid-hältigen Substanzen

  • Regeneration des Gelenkknorpels durch „Symptomatic Slow Acting Drugs“ (Chondroitin, Glucosamin oder Hyaluronsäure) oder durch Infiltration des erkrankten Gelenkes mit Hyaluronsäure

  • Beseitigung von Fehlstellungen

Im Endstadium der Erkrankung besteht die Möglichkeit der Implantation eines Gelenkersatzes.